Die Gästehäuser des Grafen Kálnoky, Siebenbürgen


Ein Dorf in Siebenbürgen, völlig aus der Zeit gefallen.

Storchennester. Pferdefuhrwerke. Bienensummen. Hahnenkrähen. Und mittendrin: ein zauberhaftes, ganz besonderes Landhotel, geschaffen von einem jungen Grafen, der nach der Wende seine Familiengüter zurück erhalten hat.

 

Graf Tibor Kálnoky ist in Deutschland geboren, in den USA, Holland und Paris aufgewachsen, hat in München studiert und ist schließlich mit seiner Familie in die stille Heimat seiner Vorfahren zurückgekehrt. Heute sagt der ehemalige Pharma-Manager: „Anstatt großer Empfänge, Karriere und Konferenzen entschied ich mich, das kulturelle Erbe meiner Familie im fernen Siebenbürgen vor dem Untergang zu bewahren und trage jetzt nicht einmal mehr eine Armbanduhr." Doch dafür hat der Kosmopolit, der fließend deutsch, englisch, ungarisch und französisch spricht, häufig das Handy am Ohr: Das Hotel und der Herrensitz einige Dörfer weiter wollen verwaltet sein. Schließlich kommt ab und an hoher Besuch: Der Graf hat die Bande zu Verwandtschaft und Gleichgesinnten nicht ganz gekappt. Kein Wunder also, dass auch Prinz Charles, der britische Thronfolger, ab und zu für ein paar Tage Gast im idyllischen Landhotel der transylvanischen Verwandtschaft ist!

 

Das Hotel:

 

Zehn alte Dorfhäuser, zum Teil aus dem 19. Jahrhundert, zum Teil noch viel älter, wurden gründlich, aber behutsam restauriert, so dass sie ihren Charakter bewahrt haben. Sie gruppieren sich in zwei Komplexen um je einen idyllischen Garten – mit Brunnen, Rosenstöcken, einem Bach.

 

Im Haupthaus befindet sich ein schöner, nostalgisch möblierter Aufenthaltsraum, in dem man am Kamin lesen kann, und wo sich an kühleren Abenden die Hotelgäste aus aller Welt auf ein Gläschen Wein versammeln.

Die Nutzung des Hotel-Laptops ist möglich, und es gibt im Haupthaus auch einen Fernseher – für die, die es nicht lassen können …

 

Die Gäste schauen sich abends aber lieber ein ganz anderes Programm an: Um 20 Uhr, pünktlich wie die Tagesschau, kommen die Kühe ins Dorf zurück. Und jede weiß, an welchem Haus sie abbiegen muss!

 

Der alte Brotofen wurde in eine kleine Sauna integriert.

 

Zimmer:

 

Die Zimmer sind liebevoll mit antiken siebenbürger Bauernmöbeln eingerichtet. Wunderschöne Kachelöfen oder gußeiserne Öfen, elegante Waschtische (in einigen Zimmern), Holzbalken, Leinenbettwäsche wie in alten Tagen auf den Doppelbetten, Wiesenblumen, ein hölzernes Eckschränkchen als nostalgische „Minibar", Teekocher. Ein Zimmer hat sogar noch mittelalterliche Schießscharten, die jetzt mit Buntglasfenstern geschlossen sind! Kein Radio, kein Fernseher! Nur Hahnenkrähen und Kuhgebimmel.

Die Badezimmer sind teilweise nostalgisch mit gußeisernem Ofen und Wanne mit Löwenfüßchen eingerichtet und haben z.T. Bodenheizung. Föhn vorhanden.

 

Essen und Trinken:

 

Übernachtung/Frühstück oder Vollpension möglich. Die Köchinnen mit langen weißen Schürzen servieren gute Hausmannskost, die Zutaten stammen aus dem eigenen Garten oder aus dem Dorf, es werden weder Chemikalien noch Pestizide verwendet. Bei schönem Wetter wird am langen knorrigen Holztisch in der malerischen Weinlaube gespeist, bei schlechtem Wetter wird im Küchenhäuschen gefrühstückt, im Esszimmer zu Mittag gegessen, und abends im Weinkeller (s.unten) getafelt.

 

Die Mahlzeiten nehmen alle Hotelgäste in der Regel gemeinsam ein – ein geselliger Treffpunkt, bei dem die Urlauber aus aller Herren Länder auf Englisch die Erlebnisse des Tages austauschen. Als ich da war, durfte ich mit einer bunt gemischten, anregenden Runde speisen: eine alte englische Lady mit ihrem Ehemann, ein Ehepaar aus den USA, zwei ganz junge Irinnen, eine Familie mit kleinen Kindern aus Holland, ein junges Paar aus Ungarn.

 

Weinkeller:

 

Rustikaler Weinkeller aus dem 17. Jahrhundert mit Schießscharten in den Außenwänden, uralten Eichenbalken, Kachelofen und Kamin. Hier werden abends bei schlechtem Wetter die Mahlzeiten stilvoll am schön gedeckten Tisch eingenommen – bei Kerzenschein und Musik – und manchmal in der netten Gesellschaft des Grafen.

 

Ausflüge:

 

Mehrsprachige Reiseleiter bieten jeden Tag zwei Ausflüge zur Auswahl an: Mit klimatisierten Autos geht’s morgens ab Hotel bequem ins mittelalterliche Sighisoara (Schässburg), nach Brasov (Kronstadt), zu den UNESCO-geschützten sächsischen Kirchenburgen, und, und, und. Ein Holzschnitzer im Dorf wird besucht, oder es geht mit einem Pferdefuhrwerk durch die sanfte Berglandschaft zu einem einsam gelegenen Schäfer. Wanderungen werden organisiert, und der Graf, ein passionierter Vogelkundler, nimmt seine Gäste zur Vogelbeobachtung mit.

 

Letzteres ist auch für Nicht-Ornithologen ein besonderes Erlebnis: Ein leuchtend gelber Pirol sitzt auf einer Tanne, sein glänzendes Gefieder hebt sich vom tiefblauen Himmel ab. Ein Storchen-Schwarm schraubt sich über unseren Köpfen hoch, und der Graf erklärt: „Störche leben bis zu ihrem dritten Lebensjahr in Teenager-Cliquen zusammen, und machen, was Teenager halt so machen: raufen, spielen – und das alles ohne Elternkontakt." Ein ganz fieser Vogel ist die Wacholderdrossel, lernt man: Die bombardiert Raubvögel mit Kot, bis ihr Gefieder ganz verklebt ist. Die geheimnisvolle Vogelwelt führt ein paradiesisches Leben in einem verwunschenen Garten mit altem Baumbestand und kniehohem Gras. Und mittendrin steht das halb verfallene ehemalige Jagdschloss der Familie Kálnoky, das der Graf mit Hilfe der Hoteleinnahmen restaurieren will. Ein weißes Gebäude mit einer Säulenvorhalle, das sofort an „Tara" erinnert. Vom Winde verweht … Und zum Abschluss gibt’s ein Picknick am Fluss im Schatten einer Baumkrone.

 

Lage:

 

Das Dorf Miclosoara liegt in Transsylvanien (Siebenbürgen) nördlich von Brasov (Kronstadt). Mit dem Intercity fährt man von Bukarest in ca. 2,5 Stunden bis Brasov (Kronstadt), von dort Abholung per Auto durch das Hotel (gegen Gebühr). Man kann sich auf Wunsch auch vom Flughafen Bukarest abholen lassen (gegen Gebühr). Mit dem (Miet-)Auto fährt man ab Bukarest ca. 3,5 Stunden bis Miclosoara.

 

Preise (pro Nacht und Person inkl. Frühstück):

 

14 Nächte:  36 Euro 
10 Nächte:  39 Euro 
7 Nächte:    41 Euro
3 Nächte:    44 Euro
1-2 Nächte: 49 Euro

Abendessen 18 Euro/Person, Mittagessen 15 Euro/Person (jeweils inkl. Tischwein).

Last-Minute (max. 3 Tage vorher buchbar): Bed & Breakfast 39 Euro/Person.

 

All Inclusive (Übernachtung, Vollpension, tägliche Ausflüge samt Reiseleitung und Eintritten): 3 Nächte: 320 Euro (10% Rabatt), 7 Nächte: 795 Euro (15% Rabatt).

 

50% Rabatt für Kinder unter 14 J., Kinder unter 4 J. im Zimmer der Eltern frei.

 

Rabatt in der Nebensaison (minus 15%)  und Preise für Flughafenabholung etc. siehe Homepage.

 

 

infoAdresse:

 

Transylvanian Castle

Miclosoara (ungarisch: Miklósvár)

Tel: International: 0040-742-202586, National: 0742-202586

www.transylvaniancastle.com (englisch), www.transylvaniancastle.com/german/intro_ge.html (deutsch)

k@transylvaniancastle.com


 
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Hotel Nr 10, Karte

Hotel Nr. 10