Reisetipps



Rund um die Reise nach Rumänien

Welche Papiere brauche ich zur Einreise?

Deutsche Staatsbürger brauchen für die Einreise nach Rumänien kein Visum, es genügt ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Beides sollte noch sechs Monate gültig sein.
 
Wie komme ich hin?

Per Flugzeug:
Germanwings (www.germanwings.de) fliegt direkt nach Bukarest - und zwar ab Köln/Bonn (Flugzeit: 2:30 h), Berlin (2:05 h) und Stuttgart (2:15 h). Auch ab Hamburg (knapp 6 h via Stuttgart), Dresden (4:35 h via Stuttgart) und Leipzig (4:40 h via Köln) kommt man mit Germanwings nach Bukarest.
Weitere Airlines:
wizzair (www.wizzair.com): Der Billigflieger fliegt Bukarest und Cluj an
Tarom (www.tarom.de) ist die offizielle rumänische Fluglinie.
Carpatair: Dichtes Streckennetz! Infos, Flugverbindungen und kostenlose Anfragen per Mail auf www.carpatair.de, Buchung allerdings ausschließlich telefonisch unter 069/13378270.
Malev (www.malev.de)
Czech Airlines (www.czechairlines.de)

Übrigens: Eine preiswerte Möglichkeit, vom Flughafen Bukarest-Baneasa in die Stadt zu gelangen, sind die Busse, die gegenüber dem Eingang in die Stadt fahren. Die Tickets gibt's an einem windschiefen Schalter hinter der Haltestelle - und kosten nur 7 Lei (hin und zurück), während die Taxifahrer 50 Lei verlangen. Die "Fly-Taxis", die viel teurer als normale Taxen sind, meiden!

Per Auto:
Zum Beispiel von Köln nach Bukarest sind es knapp 2000 km (über Wien und Budapest) – eine Zwischenübernachtung in Ungarn empfiehlt sich.

Per Zug:
Wer die lange Autoanreise scheut, vor Ort aber nicht auf sein Auto verzichten will, kann immerhin bis Wien im Autozug fahren. Denn der deutsche DB Autozug koppelt seine Wagen auf bestimmten Strecken an die österreichische ÖBB an, und zwar täglich ab Hamburg-Altona und Berlin-Wannsee, an bestimmten Tagen auch ab Düsseldorf. Buchbar sind Liege- und Schlafwagen. Preise im Sommer 2008: Liegewagen ab 39 Euro, Schlafwagen ab 79 Euro pro Bett, Automitnahme 89 Euro. (Aktuelle Infos, Preise, Termine: www.autoreisezug.oebb.at, auf „Verbindungen und Preise international“ gehen; Buchung im Callcenter oder Reisebüro)
 
Wie reise ich am besten in Rumänien?

Per Zug:
Wer nicht musste, bestieg früher in Rumänien freiwillig keinen Zug. Heute ist das anders: Bequem, billig (zumindest für deutsche Touristen) und pünktlich reist man per Intercity (IC) und mit der „Sageata Albastra“ (Blauer Pfeil), der genauso schnell wie der IC ist und aussieht wie deutsche neue Nahverkehrszüge. Die Zugabteile sind sauber und gepflegt, im IC sind die Abteile in der 1. Klasse klimatisiert, im Blauen Pfeil auch in der 2. Klasse. Lediglich die Toiletten sollte man nur bei dringendem Bedarf aufsuchen … Preisbeispiel: Für die Strecke Bukarest-Temeswar habe ich im Sommer 2007 54 Lei gezahlt (rund 15 Euro). Fahrkarten kauft man am besten am Bahnhofsschalter (genug Zeit einplanen, in den größeren Städten sind die Schlangen oft lang!). Man kann sein Ticket auch im Zug lösen, aber da kostet es – offiziell - rund ein Drittel mehr (wenn man nicht mit dem Schaffner ins Geschäft kommt und schwarz zahlt …). Das Reisen in Regionalzügen ist eher was für Touristen, die nicht allzu zimperlich sind: langsame Bummelzüge, ziemlich ungepflegt, keine Klimaanlage, Toiletten in miserablem Zustand.
Infos und Fahrpläne auf der Seite der rumänischen Bahn: www.cfr.ro (Homepage auch deutsch und englisch).

Per Kleinbus:
Etliche Firmen in ganz Rumänien bieten preiswerte Reisen in Kleinbussen an, die die meisten größeren Städte verbinden. Sie halten an Busbahnhöfen oder an eigenen Halteplätzen. Pauschale Auskünfte sind bei der Vielzahl der Anbieter und Strecken schwierig, am besten im Hotel oder Taxifahrer fragen! Meist habe ich damit gute Erfahrungen gemacht, es waren in der Regel gepflegte Mercedes-Kleinbusse, die recht pünktlich ankamen. Wenn man Pech hat, sitzt man allerdings ziemlich abenteuerlich auf einem Not-Holzhocker an der Schiebetür – und freut sich, dass man nicht, wie einige andere Passagiere, auf kurviger Strecke stehen muss. Kann auch ganz lustig sein – so lange man es schafft, den Gedanken an einen Unfall zu verdrängen ... Jedenfalls bekommt man etwas „Lokalkolorit“ mit, z.B. dass der Fahrer ständig stehen bleibt und für kurze Strecken immer wieder neue Tramper mitnimmt, die ihm Geld zustecken, das er dann in die eigene Tasche schiebt.

Per (Miet-)Auto:
Am preiswertesten sind die einheimischen Dacia-Modelle – und schön robust! Ich habe über www.cars4rent.ro gebucht – und war zufrieden.
In Rumänien gilt die Null-Promille-Grenze!
Geschwindigkeit: 50 km/h innerorts, 130 km/h auf Autobahnen, 100 km/h auf Schnell- und Europastraßen, 90 km/h auf allen anderen außerstädtischen Straßen.
Straßen: Auf Rumäniens Straßen ist Konzentration geboten, denn erstens fahren die Rumänen extrem ruppig. Zweitens zockeln auch Pferdefuhrwerke im 2-PS-Tempo über die Straßen, und auch mit (unbeleuchteten) Fahrrädern, langsamen Lkw und Trampern am Wegrand muss man jederzeit rechnen. Große Vorsicht also vor allem bei Dunkelheit und in Kurven! Außerdem gibt es viele Baustellen. Es sind zwar mehrere Autobahnen geplant, aber derzeit führen nur zwei Autobahnen von Bukarest ans Schwarze Meer (Constanta) und nach Craiova. Die Straßen sind vergleichbar unseren Bundes- und Landstraßen. Während man vor einigen Jahren noch oft über Schlaglochpisten holperte, hat sich die Straßenqualität mittlerweile sehr gebessert - gut bis perfekt asphaltierte Straßen sind die Regel.
Trotz seiner Schwierigkeiten hat das Autofahren seinen Reiz, finde ich, weil man auf den oft baumgesäumten Alleenstraßen oft wunderbare, weite Landschaften durchfährt, und mal eben da an einer Wiese mit duftenden Heuhaufen, und mal dort anhalten kann, um einen Schäfer mit seiner Herde zu fotografieren. Lustige Impressionen sind auch garantiert: Mal schläft ein Lkw-Fahrer wie in Abrahams Schoß am Straßenrand, den Kopf an einen Baum gelehnt, während Lkws an ihm vorbeibrettern, mal überlegt sich’s ein Fahrradfahrer (!) mitten auf der Autobahnans Schwarze Meer anders, hebt sein Rad über die Leitplanke und fährt seelenruhig wieder in die andere Richtung …

Es gilt Vignetten-Pflicht für ausländische Pkw auf allen Straßen. Die „Rovinieta“ kauft man am besten bei der Einreise an der Grenze (Kauf auch gegen Euro möglich!), sie wird auch an manchen Tankstellen verkauft. Preise für 7 Tage: ohne Euro-Schadstoffklasse: 5 Euro, Schadstoffklasse Euro I: 4 Euro, Schadstoffklasse Euro II und besser: 3 Euro. Preis für 30 Tage: ohne Euro-Schadstoffklasse: 10 Euro, Schadstoffklasse Euro I: 8 Euro, Schadstoffklasse Euro II und besser: 6 Euro.

Per Taxi:
In Rumänien recht preiswert. Aber Achtung: Die Preisspanne ist riesig! Deshalb vor dem Einsteigen unbedingt auf die Preise achten, die immer auf der Taxi-Tür angeschrieben sind: die Preisspanne reicht in Bukarest von ca. 1,60 bis 3,50 RON pro Kilometer, in anderen Städten kann es billiger sein. Die meisten Unternehmen verlangen außerdem eine kleine Startgebühr, die ebenfalls auf der Taxi-Tür steht (Start: „pornire“). Vorsicht in Bukarest: Die teuren "Fly-Taxis", die den Flughafen mit dem Zentrum verbinden, meiden!
 
Ist die Kriminalität in Rumänien nicht sehr hoch?

Klares Nein. Entgegen dem Bild, das in deutschen Medien von Rumänien gezeichnet wird: Nein, in Rumänien steht nicht hinter jedem Busch jemand mit gezückter Kalaschnikow. Nein, man wird nicht an jeder Ecke ausgeraubt. Nein, die Wahrscheinlichkeit, dass das Auto aufgebrochen wird, ist nicht größer als sonstwo auf der Welt. Das deutsche Auswärtige Amt stellt dazu lapidar fest: „Vor Taschendieben und Trickbetrügern muss gewarnt werden. Übergriffe dieser Art liegen jedoch im Rahmen anderer europäischer Großstädte.“ Auf meinen Reisen nach Rumänien bin ich NIE bestohlen oder bedroht worden, nichtmal alleine nachts im Zug. Auch für den voll beladenen Toyota Corolla hat sich kein Mensch interessiert.
Einige Grundregeln sollte man dennoch beachten: selbstverständlich aufpassen auf Handtaschen, Autos über Nacht auf bewachten (Hotel-)Parkplätzen abstellen, an roten Ampeln Fenster schließen (es hat mir zwar noch nie jemand ins Auto gefasst, angeblich ist das aber schon vorgekommen!), im Zug Gepäck in Reichweite halten und Wertgegenstände, Taschen, Laptops etc. an sich nehmen.
 
Wie verständige ich mich?

Keine Bange, in Hotels, mit etwas Glück auch in Pensionen, wird englisch gesprochen, vielerorts auch deutsch. In größeren Städten kommt man mit englisch immer weiter, in Siebenbürgen und im Banat sprechen auch manche Rumänen etwas deutsch, weil sie auf einer deutschen Schule waren oder weil sie deutsche Freunde hatten. In entlegenen Dörfern ist kreative Zeichensprache gefragt …
 
Wie bezahle ich?

Die rumänische Währung ist der Leu, 1 Leu sind 100 Bani. Offizielle Abkürzung: RON (Romanian New). Bei der Währungsreform am 1. Juli 2005 wurde der alte stark inflationäre Leu (ROL, Abkürzung für Romanian Leu) auf RON umgestellt: Vier Nullen wurden gestrichen, heute bekommt man für 1 Euro rund 3,7 Lei. Verwirrend für Neulinge ist, dass sehr viele Rumänen nach wie vor in altem Geld rechnen. Also entweder vier Nullen streichen, oder, wenn Sie unsicher sind, nachfragen, ob alte oder neue Lei gemeint sind!
Geld wechseln können Sie in den Städten in Banken oder an den zahlreichen Wechselstuben. Geld abheben kann man auch nach den Banköffnungszeiten an Geldautomaten, die rund um die Uhr zugänglich sind. Bevor Sie in kleine Dörfer fahren, sollten Sie Ihren Bargeldvorrat aber auffüllen!
 
Gibt es eine Zeitverschiebung?

Ja, plus eine Stunde.
 
Wann ist die beste Reisezeit?

Rumänien hat gemäßigtes Kontinentalklima - am schönsten ist das Land in der warmen Jahreszeit, ca. April bis Oktober. Im Sommer kann es vor allem in der Bukarester Gegend und im Delta richtig heiß werden, in Siebenbürgen und den Bergregionen der Karpaten dagegen herrscht angenehmes Sommerklima. Die Winter können schneereich und kalt werden.
 
Wo finde ich allgemeine aktuelle Rumänien-Informationen?

Reise- und Sicherheitshinweise für Rumänien: www.auswaertiges-amt.de